Golf ist eine traditionelle Ballsportart. Es gilt, einen Ball mit möglichst wenigen Schlägen vom Abschlag in das Loch zu spielen. Bei Profis sieht das einfach und leicht aus. Voller Konzentration bereiten sie sich auf den bevorstehenden Schlag vor, jeder Handgriff sitzt. Ohne wenn und aber spulen sie ihre Routinen ab, mit einer Selbstverständlichkeit und Genauigkeit, die Ihresgleichen sucht. Weder äußere noch innere Irritationen scheinen sie von ihrem Vorhaben abzulenken. Aber wie machen sie das? Wie schaffen sie es trotz misslungenem Schlag fokussiert zu bleiben um das Birdie oder Par doch noch zu retten?

Durch die gekonnte Dosierung ihrer mentalen Kraft.

 

Mentale Kraft für 18 Löcher

Eine Golfrunde dauert zwischen drei und fünf Stunden. Unser Gehirn hat aber nur eine mentale Aufmerksamkeitsspanne von ungefähr 45 Minuten. Fühlt sich das Gehirn überfordert, reguliert es sich selbst und reduziert seine Denkleistung. Selbstabwertung nach misslungen Schlägen, Analyse der letzten Löcher, Beschäftigung mit den bevorstehenden Herausforderungen, kostet weitere wertvolle mentale Energie. Ist die Batterie erschöpft, fehlt die Aufmerksamkeit und die Schläge misslingen.

 

Golfer sind die besseren Manager

Für Golfer und Manager gelten ähnliche Erfolgskriterien. Beide müssen den inneren Kampf mit Emotionen beherrschen, mit frustrierenden Situationen im Alltag umgehen und beide brauchen ein gutes Selbstmanagement. Selbstvertrauen und einen positiven Umgang mit Niederlagen runden ihr Profil ab. Kurzum zwischen Golf und Management bestehen konkrete Parallelen.

Das Handicap entsteht im Kopf

Denk sie nicht an das Wasserhindernis vor dem Grün. Diejenigen unter ihnen die Golf spielen, kennen die Antwort. Ihr Fokus: das Wasserhindernis. Das eigentliche Ziel: das Grün. Wo wird der Ball landen? D.h. wohin ich meine Aufmerksamkeit lenke, dorthin fließt meine Energie und in unserem Fall auch der Ball. Aus diesem Grund sollten sich Golfer die Frage stellen: was kostet mich meine Art zu denken?